Meine Geschichte

Als jüngstes von sechs Kindern musste ich früh lernen, eigenständig zu sein und mich durchzusetzen. Bei uns war auch immer viel los. Unsere Familie war zu groß für damalige Verhältnisse, also galten wir auch nicht als normal. Jeder von uns hatte schon früh Mini-Jobs, um sich Taschengeld zu verdienen. Das war nur der Anfang und einer der Gründe, weshalb ich heute in so vielen Bereichen unterwegs bin.

 

Meine Mama war oft mein Vorbild. Ihre Einstellung „es tut sich immer eine neue Tür auf“ habe ich übernommen. Ich bin mit dem Glauben groß geworden, dass es immer einen Weg gäbe. Allerdings habe ich auch gelernt, dass wenn ich erfolgreich sein wolle, ich nicht abhängig sein dürfte von einem Mann oder Kindern oder sonst jemandem. Mit einer großen Familie im Gepäck war es ihr sicher nicht immer leicht gefallen Lösungen für alles zu finden. Also habe ich alles getan, um möglichst alles allein hinzubekommen. Um Hilfe zu bitten, kam mir nicht in den Sinn, eher härter dafür zu arbeiten. Was mir zwar beruflich weiterhalf, doch tiefgehende Beziehungen blieben dabei oft auf der Strecke.

 

Tiefe Verbindungen mit Menschen habe ich lange Zeit nicht zugelassen, und wenn, dann nur mit sehr ausgewählten Menschen. Nähe zuzulassen fiel mir schwer. Denn wer einmal verletzt wurde oder sich nicht auf andere verlassen konnte, scheut das Feuer. Ich spielte die Starke und ließ meine Schutzmauern nur selten herunter. Für Außenstehende war ich die Anke, die immer gut drauf war und alles im Griff hatte.

 

Wenn man so mit den beruflichen Zielen beschäftigt ist, fällt einem früher oder später auf, dass da was im Leben fehlt – Mann an meiner Seite. Nicht der, von dem ich abhängig war, sondern der, der mit dem ich alles teilen konnte. Also habe ich mich öfter verabredet und leider musste ich feststellen, dass ich wirklich nicht in der Lage war jemanden an mich ranzulassen. Ich hatte mir oft eingeredet, dass die Männer nicht die richtigen wären und ich auch keinen Mann in meinem Leben brauchen würde. Außerdem hört man als erfolgreiche Frau noch so ein paar Dinge, wie: du bist zu eigenständig, zu stark, zu selbständig. Es dauerte noch eine Weile bis mir klar wurde, dass ich und andere mir etwas einredeten und ich das ändern musste. Sonst hätte kein Mann eine richtige Chance an mich heranzukommen.

 

Ein paar Selbst-Coaching-Versuche später, die leider nur mäßig erfolgreich waren, habe ich die Coaching-Ausbildung begonnen. Erst wollte ich das eventuell beruflich machen, aber was ich dann erlebte war einfach unbeschreiblich:

  • Ich erkannte, wie ich ticke, was mich ausmacht und wer ich wirklich bin.
  • Ich erkannte, was ich mir all die Jahre selbst antat, was mich zurückhielt und was andere damit zu tun hatten.

 

Es war ganz schön Arbeit notwendig, mich zu verstehen und anzufangen zu verändern. Aber ich liebe Herausforderungen. Ich bin schließlich im Lösungsmodus groß geworden, also was sollte das schon schiefgehen.

Und es hat sich gelohnt:

  • Die Beziehungen zu meinen Freunden, Familie, Kollegen und Chefs wurden tiefer und teilweise intensiver.
  • Ich lernte nein zu sagen und meine Grenzen zu zeigen.
  • Ich lernte über Gefühle zu sprechen und meine verletzliche Seite zu zeigen. Seitdem spreche ich aus, was ich mir wünsche und was mich bewegt.
  • Ich habe erkannt zu sein wie ich bin, gibt anderen erst die Möglichkeit mit mir umzugehen und auch die Sicherheit darin.
  • Ich darf weich sein. Das ist heute meine Stärke, keine Schwäche.
  • Ich darf die Frau sein, die ich bin. Witzig, charmant, sexy und trotzdem smart und clever.
  • Ziele kann ich erreichen, ohne stark oder hart zu sein zu müssen.
  • Plötzlich wird mir Hilfe einfach so angeboten und ich lerne sie anzunehmen.
  • Mein Leistungspensum habe ich mir selbst auferlegt. Niemand erwartet so viel von mir, wie ich. Das entspannt die Beziehungen ungemein. Ich lerne mir weniger vorzunehmen, dafür mit viel mehr Spaß an der Sache.

 

Ich habe einige Menschen mit meiner Veränderung überrascht, andere sogar erschreckt oder vor den Kopf gestoßen. Wie und wer ich bin, hat Wirkung. Mal positive und mal negative, je nach meiner Perspektive und meinem Gegenüber. Letztendlich hat das alles die Beziehungen zu allen in meinem Umfeld und mir positiv beeinflusst.

Das Ergebnis ist mehr Leichtigkeit und Freude im Leben, im Umgang mit mir und im Zusammensein mit anderen Menschen.

 

Alte Muster erkenne ich schneller und kann oft dagegen lenken. Manchmal gehe ich ihnen wieder auf den Leim, aber hey ich bin ein Mensch. Ich bin einfach ich. Es ist nicht wichtig, ob ich die Muster bediene, sondern wie schnell ich da wieder herauskomme. Achtsamkeit und ein liebevoller Umgang mit mir helfen mir, damit, besser umzugehen. Ich nutze weiterhin Coaching für mich, um an mir und meiner Veränderung dran zu bleiben. Jeder braucht Unterstützung! Ich bin ein Mensch, kein Auto. Ich habe keinen Außenspiegel für meine blinden Flecken und meine innere Landkarte braucht auch jemanden, der das Licht anmacht. Da ist es gut, jemanden an der Seite zu haben, der etwas mehr Licht mitbringt und die Karte für einen hält.

 

So jemand möchte ich für dich sein. Ich bringe das Coaching-Wissen mit Spaß in deinen Veränderungsprozess. Es bereitet mir Freude mit mit Menschen zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich entfalten. Es liegt in meiner Natur, für andere ein offenes Ohr und Herz zu haben. Lösungsorientiertheit habe ich quasi mit der Muttermilch aufgenommen. Und jetzt gehe ich mutig mit dir in ein Land der Möglichkeiten.

 

Der Ausschnitt aus meiner Biographie soll vor allem eins zeigen: das Leben steckt voller Möglichkeiten und Potenziale. Manchmal braucht man nur eine ordentliche Portion Offenheit und Mut, und den oder die richtigen Sparringspartner, um sie zu erkennen und zu nutzen.

Pass auf, was du dir wünscht – es könnte wahr werden ;).